Zitate Nicholas Winton:

WINTON: Ich hätte nie gedacht, dass das was ich vor 70 Jahren tat, so eine große Wirkung haben würde. Und wenn jetzt eine Geschichte daraus geworden ist, die den Menschen hilft, dann ist das ein Extrabonus.

WINTON: Ich hatte keine Ahnung, wo die 700 Kinder gelandet waren. Ich war mit keinem von ihnen in Kontakt. Für mich war das Kapitel erledigt, etwas, das eben passiert ist...

WINTON: In Prag sagten mir alle: Prag hat keine Organisation, die für diese Kinder zuständig ist. Wir können uns nicht um sie kümmern. Es würde sowieso niemand diese Kinder allein reinlassen. Aber wenn Sie es versuchen wollen, nur zu. Mein Motto war immer: für alles was nicht vollkommen unmöglich ist, gibt es einen Weg.

DALAI LAMA: Es erfordert einige Mühe, um unsere grundmenschliche Regung – Mitgefühl – zu zeigen. Wir sollten uns ein Beispiel an Nicholas Winton nehmen, an seiner Motivation, seinem Mut und seinen Taten. Wenn wir diesen Geist von Generation zu Generation weiter geben, wird die Zukunft der Menschheit besser aussehen.

Zitate gerettete Kinder:

JOE SCHLESIGER (Erzähler): An manchen Geschichten nehmen wir nicht nur Anteil, wir sind Teil von ihnen.

JOE SCHLESIGER (Erzähler): Wir sind auf der ganzen Welt verteilt, einige in Kanada, den Staaten, in Israel, in Australien, in Frankreich, in Großbritannien. Egal wo wir landeten, das wichtigste für uns war, ein neues Leben mit einer neuen Familie zu beginnen.

JOE SCHLESINGER: In der Nacht, als wir den Ärmelkanal überquerten und das sanfte Schaukeln uns in den Schlaf wiegte, hörte ich aus den benachbarten Kabinen Stimmen die tschechische Nationalhymne singen. Kde domov muj, kde domov muj? Wo ist mein Zuhause, wo ist meine Heimat? Diese Frage blieb jahrelang unbeantwortet. Für einige ist es bis heute.

JOE SCHLESINGER: Den letzten Brief meines Vaters erhielt ich 1942. Er schrieb, dass man ihnen angeordnet hatte, die Sachen zu packen, man würde sie wegbringen würde. Er schrieb seinen Söhnen, dass sie die Regeln nicht vergessen sollten, die sie zuhause gelernt hätten und dass er hoffe, der Allmächtige würde uns zu rechtschaffenen, anständigen Männern werden lassen. Das war das letzte was ich von meinen Eltern hörte.

ELIE WIESEL (Friedensnobelpreisträger): Alle Geschichten, die dazu beitragen, dass Kinder in einer Welt aufwachsen, in der Menschlichkeit hochgehalten und Unmenschlichkeit verurteilt wird sind wichtig.

VERA GISSING (Buchautorin): Man führte uns alle in einen großen Saal mit hunderten Kindern. Ich hatte keine Ahnung, wo ich hingehen würde. Ein Kind nach dem anderen, hunderte gingen weg, nur ich blieb sitzen, mit zitternden Knien. Dann ging plötzlich die Tür auf und eine kleine Dame rannte lachend auf mich zu, während ihr Tränen über das Gesicht liefen. Sie umarmte mich und sagte Worte, die ich damals nicht verstand: Wir werden dich lieb haben. Das sind die wichtigsten Worte, die man einem Kind sagen kann.

HUGO MAROM (Pilot): Schließlich fuhr ein sehr großer Mercedes vorbei, darin stand Hitler mit erhobenen Armen, dahinter saßen drei Offiziere. Es war so still, dass man eine Nadel hätte fallen hören können. Es fühlte sich schon damals sehr verstörend an, als ich zehn Jahre alt war.

HUGO MAROM (Pilot): Als meine Eltern in den Konzentrationslagern waren und sahen wie andere Kinder in die Gaskammern geschickt wurden, da realisierten sie wohl, wie gut sie daran getan hatten, ihre Kinder wegzuschicken...

BEN ABELES (Erfinder): Meine erste Station in Prag war das Haus, aus dem meine Eltern nach Theresienstadt deportiert wurden. Es bestand eine winzige Chance, dass sie zurückkämen. Ich trödelte eine Weile dort herum, als ob sie plötzlich auftauchen würden. Aber umsonst.